🌴 Barbados im Doppelpack: Karibik-Traum, Schildkröten-Glück und ein ziemlich genialer Strand-Deal

Dienstag, der 16. Januar 2024 – unser zweiter Inselstopp steht an. Und dieses Mal wurden alle unsere Karibik-Träume auf einen Schlag erfüllt! Das Grandiose an unserem Aufenthalt: Wir hatten gleich zwei Tage auf dieser Trauminsel. Unser Plan? Tag 1 gehört ganz dem Sightseeing und Entdecken, Tag 2 wird ein reiner Strand- und Genießer-Tag. Spoiler: Wir wollten am liebsten nie wieder weg!​

​🤓 Kleiner Insider-Fakt vorweg: Barbados ist landschaftlich eine absolute Besonderheit auf unserer Route! Während fast alle anderen Inseln, die wir auf dieser Reise gesehen haben oder noch sehen werden, wilden Ursprungs und echte Vulkaninseln sind, ist Barbados als einzige eine reine Koralleninsel. Genau das ist übrigens auch das Geheimnis hinter den unglaublich hellen, puderzucker-weißen Traumstränden hier!

📍 Tag 1: Das volle Sightseeing-Programm​

​🚗 Unser Stuttgarter Guide & Der 5-Minuten-Teaser am Strand​

Kaum hatten wir das Schiff verlassen, wurden wir von unserem Guide abgeholt – einer super sympathischen jungen Frau (Mitte 20). Das Coole: Sie kommt ursprünglich aus Stuttgart! Ihr Vater stammt von Barbados, und sie ist vor einiger Zeit zu ihm auf die Insel gezogen. Sie hatte natürlich sofort die perfekten Insider-Tipps auf Lager.​

Erster Stopp war ein Strand wie aus dem Bilderbuch: Puderzucker-weißer Sand, Palmen und ein Wasser so intensiv türkisblau, dass es fast in den Augen wehtat. Mein Mann und ich wollten sofort unsere Handtücher auswerfen und bleiben. Doch unser Stuttgarter Guide lachte nur und meinte: „Nein, nein! Das ist nur zum Angucken für 5 Minuten. Das Beste kommt erst noch!“

🐢 Schildkröten-Suche im authentischen Fischerdorf​

Weiter ging es zu einem kleinen, sehr ursprünglichen Fischerdorf. Ich bin ganz ehrlich zu euch: Als normaler Tourist auf eigene Faust wäre ich hier vermutlich nie reingegangen. Es wirkte im ersten Moment wie eine ziemlich „schmuddelige“, raue Ecke, in der man als Urlauber erst mal skeptisch hinschaut. Aber genau das macht eine gute Tour eben aus – man lernt das echte Leben kennen und merkt schnell, dass es absolut friedlich ist.​

Traditionell kommt hier regelmäßig ein älterer Fischer vorbei, der die Reste seines Fangs, die er nicht verkaufen kann, an wilde Meeresschildkröten verfüttert. Den guten Mann haben wir leider knapp verpasst, aber wir hatten trotzdem riesiges Glück: Vom Steg aus konnten wir tatsächlich eine Schildkröte gemütlich durch das glasklare Wasser gleiten sehen! Zusammen mit dem Ausblick auf die bunten Holzhäuser an der Küste war das ein absolut magischer Moment.​

🥥 Auf den Spuren der 90er: Der legendäre Raffaello-Strand

Nach dem spannenden Stopp im Fischerdorf hatte unsere Reiseleiterin noch ein echtes Nostalgie-Highlight für uns auf Lager: Es ging zum wunderschönen Crane Beach. Und wer in den 90ern ferngesehen hat, dem dürfte bei diesem Anblick sofort dieses ganz spezielle Werbespot-Gefühl durch den Kopf schießen — genau hier wurde nämlich damals der legendäre Raffaello-Spot gedreht.

Schon beim ersten Blick war klar: Das ist kein normaler Strand, das ist eher Karibik in der „bitte einmal komplett zum Mitnehmen“-Version. Der weiße Sand, das irre leuchtende Türkisblau des Meeres und die sanften Wellen, die ganz entspannt ans Ufer rollen, sehen so aus, als hätte jemand den Sommer in Hochglanz gegossen. Man steht da wirklich und denkt sich: Ja, genau so muss sich Urlaub anfühlen.

Besonders beeindruckend ist der Kontrast, wenn man von oben auf den Strand schaut. Von den Klippen oder den höher gelegenen Hotelanlagen aus wirkt das Ganze fast noch spektakulärer, weil sich das Türkisblau so krass vom Ufer und den dunkleren Felsen absetzt. Und unten am Strand liegen dann auch noch ein paar alte, verrostete Anker auf den dunklen Steinen — eigentlich völlig marode, aber genau deshalb irgendwie genial als Fotomotiv. Das gibt dem Ganzen so eine kleine abenteuerliche Note, als würde das Paradies kurz erzählen wollen, dass es auch eine Vergangenheit hat.

Für uns war das auf jeden Fall ein absoluter Traumstopp. Einer von diesen Orten, an denen man einfach nur dasteht, schaut, grinst und merkt, dass man gerade überhaupt keinen Drang verspürt, irgendwo anders hinzumüssen.

🍺 Scharfe Leckereien & Ein eiskaltes „Banks“​

Zur Stärkung kehrten wir in einen typischen, urigen Pub ein. Mein Mann hat sich direkt das lokale Kult-Bier, ein eiskaltes Banks, schmecken lassen. Dazu gab es etwas Frittiertes zu essen – fragt mich nicht, ob es Fisch oder Fleisch war, aber es war super lecker, typisch karibisch gewürzt und hatte eine ordentliche, angenehme Schärfe!

🔥​⛪ Mystische Ruinen: Die St. John’s Parish Church​

Nächster Halt war die historische St. John’s Parish Church. Die Kirche hat eine ganz besondere, fast mystische Ausstrahlung, weil sie von außen ein bisschen so aussieht, als wäre sie mal abgebrannt oder uralt verwittert. Man kann sie komplett betreten, im Inneren die Geschichte spüren und außen herum die historischen Grabstätten erkunden. Durch die kleinen Souvenirläden in der Nähe ist es zwar ein kleiner Touri-Hotspot, aber der grandiose Ausblick von dort oben entlohnt für alles!​

🪨 Die wilde Atlantikseite: Bathsheba​

Zum Abschluss des ersten Tages verließen wir die ruhige Karibikküste und fuhren rüber an die wilde, raue Atlantikseite der Insel. Hier ist der Strand extrem felsig und gigantische, vom Meer geformte Felsformationen stehen mitten im Wasser. Schwimmen kann man hier wegen der starken Strömung zwar nicht, aber der Ausblick ist einfach nur spektakulär! Besonders cool war der bunte Wegweiser, der uns unter anderem den Weg zum berühmten Surfspot „Soup Bowl“ oder zu „3 Boys Rock“ zeigte.​

🏖️ Tag 2: Pures Strandfeeling am Boatyard (Mit geheimem Spartrick!)​

An Tag 2 hieß es: Badesachen an, Füße in den Sand und einfach nur die Seele baumeln lassen! Wir haben den Tag am berühmten Boatyard Beach Club verbracht.​

🤫 Der Spar-Trick für Strandtag-Gäste

Hier kommt der wohl beste Tipp, den uns unser Guide am Vortag verraten hat: Statt einfach den vollen Eintrittspreis zu zahlen, lohnt es sich, aktiv nach Tages- oder Kombi-Paketen zu fragen! Viele Beach Bars auf Barbados bieten diese an, aber sie stehen nicht immer offen ausgeschrieben da.

Gefragt, bekommen! Wir haben etwa 25 Dollar Eintritt pro Person bezahlt. Das Geniale: Im Gegenzug haben wir zwei Liegen, einen Verzehrgutschein im Wert von 25 Dollar, jeweils ein Freigetränk und ein leckeres Mittagessen bekommen! Ein absolut genialer Deal! Wir genossen unser eiskaltes Carib-Bier im Liegestuhl mit Blick auf das glasklare Meer.

Und am Ende, statt „nutzt unbedingt den Strand-Gutschein-Trick“: „Fragt einfach aktiv nach den Kombi-Paketen – die Ersparnis lohnt sich!“

​​🥃 Ein Abstecher zum „Mount Gay“ Souvenir & Bar Shop

​Nach dem Strandtag haben wir uns für ca. 5 US-Dollar ein Taxi vom Boatyard zu dem bekannten Mount Gay Souvenir & Bar Shop nehmen lassen. Achtung: Das ist nicht die eigentliche Destillerie, sondern ein schicker Laden mit angehängter Bar direkt in der Nähe des Hafens.

​Eigentlich wollten wir dort das echte Local Feeling mitnehmen und gemütlich ein paar Cocktails probieren. Als wir dann aber die Karte sahen, traf uns fast der Schlag: Ein Cocktail sollte dort um die 20 US-Dollar kosten! Das war uns für ein schnelles Getränk zwischendurch definitiv zu teuer, weshalb wir dort dankend auf den Alkohol verzichtet haben.

​Auch beim eigentlichen Rum-Kauf folgte für uns die Ernüchterung: Die Flaschen im Shop kosten quasi genauso viel wie bei Amazon in Deutschland. Da man pro Person beim Rückflug zollrechtlich ohnehin nur maximal 1 Liter hochprozentigen Alkohol nach Deutschland einführen darf, haben wir uns den schweren Transport im Koffer gespart und den Rum lieber online bestellt. Als Erinnerung haben wir uns aber eine schicke Mount Gay Souvenirflagge mitgenommen!

Ein dicker Pluspunkt zum Schluss: Da der Shop wirklich super nah am Kreuzfahrthafen liegt, konnten wir den Rückweg zum Schiff nach dem Laden ganz entspannt und kostenlos zu Fuß erledigen.

Mein Fazit zu Barbados: Ein absoluter Traum! Die Insel bietet die perfekte Mischung aus authentischer Kultur am ersten Tag und purem, karibischen Postkarten-Feeling am zweiten Tag. Wenn ihr dorthin reist, nutzt unbedingt den Strand-Gutschein-Trick und genießt die Zeit!

​🌴Martinique: Dschungel-Magie, Rum und ein eher rustikales Finale

Es war der 15. Januar 2024, und schon beim Blick auf die Bordzeitung stieg die Vorfreude auf unseren ersten Hafen. Für uns war sofort klar: Wir wollen nicht einfach nur nett durch die Gegend geschaukelt werden, sondern den wilden Norden von Martinique erleben. Also ging es für uns auf die Tour „Abenteuer Martinique – Der Norden / Tour 1“.

Noch bevor der Ausflug überhaupt richtig losging, gab es direkt einen kleinen Aha-Moment: Martinique gehört zu Frankreich. Das bedeutet EU-Roaming mitten in der Karibik. Irgendwie ziemlich verrückt, wenn man irgendwo zwischen Palmen und Tropenfeeling sitzt und ganz selbstverständlich Nachrichten verschickt, als wäre man gerade in der Nachbarschaft.

🌿 Dschungel statt Sonntagsausflug

Unsere Fahrt führte uns vorbei an den Pitons du Carbet hinein in den tropischen Norden der Insel. Und ab da war endgültig Schluss mit „nur mal kurz aus dem Bus gucken“ — plötzlich war alles sattgrün, feucht, wild und ein kleines bisschen wie aus einem Abenteuerfilm. Riesige Bambusse, dichte Farne, kleine Gebirgsbäche und überall dieses Gefühl, dass die Natur hier einfach mal machen darf, was sie will.

Über einen kleinen Pfad ging es dann zum Wasserfall Fond Saint Denis, auch Saut Gendarme genannt. Das Wasser rauschte, die Luft war angenehm kühl und feucht, und wir standen da und dachten ziemlich einhellig: Ja, das hat schon was. Sehr sogar.

Während ich einfach nur die traumhafte Natur genossen habe, war mein Mann offenbar auf ganz eigener Mission unterwegs. Mit hochkonzentriertem Blick stapfte er durchs Unterholz, als würde er gleich den Fund seines Lebens machen. Ich bin mir ziemlich sicher: In seinem Kopf suchte er nicht irgendein harmloses Tier — nein, er hoffte ganz eindeutig auf eine richtig schöne, fette Vogelspinne. Ich selbst war in dem Moment sehr froh, dass der Dschungel uns eher mit Pflanzen und Wasserfall als mit achtbeinigen Überraschungsgästen begrüßt hat.

🍍 Plantage Beauvallon: schön, spannend und mit Gänsehautmoment

Der nächste Stopp war die Plantation Beauvallon, ein botanischer Garten mit tropischen Pflanzen, der wirklich wunderschön war. Überall Farben, Blüten, sattes Grün — und zwischendrin sogar kleine wilde Ananas. Also wirklich: Wenn man hier nicht mindestens einmal kurz stehen bleibt und innerlich „Wow“ sagt, dann ist man wahrscheinlich gerade geistig schon beim nächsten Eis.

Aber natürlich hat auch so ein hübscher Ort seine dunklen Seiten. Zwischen all dem Grün stehen Bäume mit riesigen Stacheln an den Stämmen, und unser Guide erzählte dazu eine Geschichte, bei der es uns kurz den Spaß aus dem Gesicht wischte: In der Zeit der Sklaverei sollen diese Stämme für grausame Bestrafungen genutzt worden sein. Das war einer dieser Momente, in denen man plötzlich ganz still wird, weil einem klar wird, dass hinter der schönen Kulisse auch eine sehr harte Geschichte steckt.

🥃 Rum, Kulisse und nur ein Blick von außen

Danach ging es zur Rumbrennerei Depaz. Schon von außen sah das Ganze richtig schön aus — mit dieser typischen Mischung aus tropischem Grün, alter Geschichte und dem Gefühl, dass hier bestimmt jede Menge gute Geschichten in der Luft hängen. Rein kamen wir allerdings nicht; die Destillerie war wohl geschlossen oder jedenfalls nicht für uns zugänglich, also blieb es bei einem Blick von außen.

Ehrlich gesagt hatte das sogar ein bisschen Charme. Einmal kurz fachmännisch gucken, anerkennend nicken und so tun, als würden wir jetzt ganz genau wissen, wie Rum gemacht wird. Immerhin war die Kulisse wirklich schön — und allein der Anblick machte schon Lust auf ein Glas.

Und dann kam einer dieser kleinen Reise-Momente, die man sich nicht bestellen kann: Der Mont Pelée zeigte sich tatsächlich wolkenfrei. Also nicht nur ein bisschen, sondern richtig schön in voller Pracht. Für uns war das ziemlich besonders, denn normalerweise versteckt sich der Vulkan offenbar gerne hinter Wolken und Nebelschwaden. Diesmal aber nicht — diesmal hatte er offenbar gute Laune.

⏱️ Saint-Pierre und die große 30-Minuten-Entscheidung

Zum Schluss ging es nach Saint-Pierre. Die Stadt wurde 1902 beim verheerenden Ausbruch des Mont Pelée fast vollständig zerstört. Heute ist sie ein Ort mit Geschichte, Charakter und dem typischen Gefühl von: Hier müsste man eigentlich viel mehr Zeit haben.

Natürlich war genau das nicht der Fall. Stattdessen gab es vom Guide die charmante Ansage, dass wir nur noch etwa 30 Minuten Freizeit hätten. Perfektes Timing also für die große Urlaubsfrage: Ruinen anschauen oder lieber ans Meer?

Wir entschieden uns fürs Meer. Und da wurde es noch einmal sehr ehrlich. Denn statt Karibiktraum mit Puderzuckerstrand erwartete uns eher ein steiniger, etwas unbequemer Untergrund. Ein Ort, an dem man nicht einfach elegant ins Wasser gleitet, sondern sich mit etwas Vorsicht und deutlich weniger Glamour vorarbeitet. Barfuß war das Ganze jedenfalls eher keine gute Idee.

An einen schwarzen Strand erinnere ich mich dabei ehrlich gesagt nicht — eher an einen rauen, steinigen Abschnitt, der optisch interessant, aber für die Füße ziemlich unfreundlich war. Dafür passte das irgendwie ganz gut zum Rest des Tages: wunderschön, spannend und an manchen Stellen eben auch ein kleines bisschen ungemütlich.

⚓ Abends an Bord: Norden gegen Süden

Später an Bord der Mein Schiff 4 wurde natürlich noch ordentlich erzählt und verglichen. Andere Gäste waren im Süden der Insel unterwegs gewesen und kamen aus dem Schwärmen kaum noch heraus: weiße Strände, kreolische Märkte, feiner Sand und dieses klassische Karibikgefühl, bei dem man am liebsten sofort barfuß durch den Tag läuft.

Und genau da zeigt sich das Schöne an Martinique: Die Insel kann völlig unterschiedliche Gesichter haben. Der Norden ist wild, grün, geheimnisvoll und ein bisschen dramatisch. Der Süden scheint eher der Teil zu sein, der sagt: „Leg dich hin, bestell dir noch einen Drink und tu einfach so, als hättest du keinen Termin.“

Unser Fazit?

Der Norden war ein echtes Abenteuer mit Charakter. Nicht geschniegelt, nicht glattgebügelt, sondern voller Dschungel, Geschichte, Rum-Kulisse und einem Strand, der unsere Füße sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt hat. Genau deshalb bleibt uns dieser Tag auch so gut in Erinnerung — weil er eben nicht perfekt geschniegelt, sondern herrlich echt war.

Seetag auf dem Kreuzfahrtschiff: Liegen-Krieg oder Entspannung pur?

Ein Seetag klingt erstmal nach maximaler Entspannung: ausschlafen, ausgiebig frühstücken, Sonne tanken und einfach mal gepflegt nichts tun. In der Realität zeigt sich aber schnell, dass so ein Tag auf See zwei sehr unterschiedliche Seiten haben kann.

Da ist zum einen die pure Erholung. Kein Ausflug, kein Zeitdruck, kein festes Programm, das man unbedingt abarbeiten muss. Stattdessen: ein langer Kaffee mit Meerblick, ein gutes Buch, der Blick aufs endlose Wasser und dieses seltene Gefühl, dass heute wirklich absolut niemand etwas von dir will. Herrlich!

Und dann… ja, dann ist da natürlich die Kehrseite des Seetags: der kleine, meist unausgesprochene Kampf um die besten Plätze am Pool.

Mission: Poolliege mit der absoluten Schattengarantie

Stellt euch vor: Ihr pirscht euch morgens – dank des Jetlags – kurz nach 8 Uhr an Deck. Bewaffnet mit Handtuch, Sonnencreme und dem Mut der Verzweiflung. Die Mission ist klar: Eine Liege am Pool. Aber bloß nicht in der prallen Sonne! In der Karibik suchen wir nämlich nicht die Bräune, sondern das nackte Überleben. Gesucht wird: Die absolute Schattengarantie mit minimalem Sprühnebel und einer leichten Brise.

​Doch da habt ihr die Rechnung ohne die „Schatten-Mafia“ gemacht: Reihenweise Plätze im kühlen Schutz der Deckenüberstände, auf denen seit gefühlt 06:48 Uhr morgens nichts weiter ruht als ein einsamer Flip-Flop, eine Sonnenbrille oder ein Alibi-Buch. Während die Sonnenanbeter noch gemütlich frühstücken, sind die begehrten Schatten-Festungen längst besetzt. Eine klassische „Handtuchpolizei“, die rigoros durchgreift und blockierte Liegen abräumt, sucht man hier nämlich meistens vergeblich.​

Spätestens, wenn das Thermometer die 30 Grad Marke knackt, stellt sich die große Frage: Wird dieser Seetag ein friedlicher Tag im kühlen Schatten zwischen Buch, Buffet und Meeresrauschen – oder doch eher ein schweißtreibender Wettbewerb in Disziplin, Timing und Liegen-Beobachtung?

Mein Geheimrezept: Piña Colada statt Liegenkrieg!

Wahrscheinlich ist es, wie so oft auf einer Kreuzfahrt, von allem ein bisschen. Ein bisschen Entspannung, ein bisschen Menschenbeobachtung und die faszinierende Erkenntnis, dass manche Leute ihren Urlaub erstaunlich ernst nehmen.

Ich habe mich darüber jedenfalls nicht aufgregt – dafür ist mir meine Erholungszeit viel zu schade! Wenn man eben keine Liege im Schatten bekommt, zieht man halt um: ab in die Sonne, eine Extraportion Sonnencreme drauf und eine leckere Piña Colada in die Hand! 🍹☀️ Problem gelöst.

Und wenn es oben am Pooldeck doch mal zu voll, zu laut oder zu trubelig wurde, hatten wir ja immer noch unseren absoluten Jackpot: unsere Balkonkabine. Wenn das Sonnenliegen-Karussell am Pool sich zu wild dreht, zieht man sich einfach in sein eigenes kleines Reich mit privatem Meerblick zurück. Das ist oft dreimal entspannter als jeder Platz in der ersten Reihe am Pool.

Mein Fazit: Am Ende bleibt der Seetag genau das, was er sein soll: eine Pause. Ob auf der heiß umkämpften Poolliege, mit einem Cocktail in der Sonne oder ganz entspannt auf dem eigenen Balkon. Man muss sich nur zu helfen wissen!

Kabinen-Check auf der Mein Schiff 4: Wo versteckt sich der Föhn und wie schäumt das Shampoo?

Heute nehmen wir unser „Zuhause auf Zeit“ unter die Lupe: unsere Balkonkabine. Um es vorwegzunehmen: Sie war wirklich schön und angenehm groß. Unser Highlight? Das Doppelbett stand direkt an der Balkontür. Morgens die Augen aufschlagen und als Erstes das blaue Meer sehen – besser geht’s nicht! Auch das Badezimmer und die Dusche waren überraschend geräumig. Man tritt sich definitiv nicht auf die Füße.

Aber weil der Teufel im Detail steckt, hier mein absolut ehrlicher Kabinen-Guide für euch:

Das Schaum-Mysterium & das Föhn-Versteck

Mein Schiff ist super aufmerksam und stellt Duschgel, Haarshampoo und Spülung bereit. Mega Service, absolut kein Muss! Allerdings hatte ich beim Haarewaschen ein kleines Problem: Das bereitgestellte 2-in-1-Shampoo wollte einfach nicht schäumen. Ich hätte mir gefühlt die ganze Flasche auf den Kopf knallen können – nichts passierte. Wer also auf eine ordentliche Schaumkrone beim Waschen steht: Packt lieber eure eigenen Produkte ein.

🔍 Suchspiel für den Haartrockner: Sucht den Föhn bitte erst gar nicht im Badezimmer. Da ist er nicht. Er versteckt sich im Wohnbereich, in der Schublade beim Spiegelschrank! Von der Leistung her ist er absolut okay – euren eigenen Föhn könnt ihr also getrost zu Hause lassen, es sei denn, ihr besteht auf euer Profi-Gerät.

Mädels, packt sparsam! (Das Schrank-Dilemma)

Jetzt zu meinem persönlichen Endgegner: dem Kleiderschrank. Kurz gesagt: Schleppt nicht zu viele Klamotten mit! Viel Platz ist da nämlich nicht.

  • Schrank 1 (rechts an der Tür): Eine Doppeltür. Rechts ist der Safe auf Augenhöhe, darüber zwei, drei recht kleine Regale. An der Tür gibt es Körbe für Socken und Unterwäsche. Links ist eine Kleiderstange, wo auch schon die Bademäntel und die Stofflatschen für den Spa-Bereich hängen.
  • Schrank 2 (um die Ecke): Noch eine Doppeltür. Wieder eine Seite zum Aufhängen, die andere mit Regalfächern.

Im Sommer mit leichten Kleidchen kommt man damit irgendwie hin. Aber wenn es mal nach Norwegen in die Kälte geht und dicke Pullover und Jacken mitmüssen? Ich glaube, dann hätte ich echte Platzprobleme bekommen. Also: Weniger ist mehr! Immerhin: Die leeren Koffer (wir hatten zwei große dabei) passen perfekt und unsichtbar unter das Bett.

Balkon-Feeling mit Nebenwirkungen

Auf dem Balkon stehen zwei verstellbare Stühle und ein kleiner Würfeltisch. Sogar ein Aschenbecher ist da. Da wir Nichtraucher sind, brauchten wir ihn nicht, aber das Rauchen ist auf den Balkonen erlaubt.

Das kann allerdings einen Haken haben: Wenn der Nachbar qualmt und der Fahrtwind ungünstig steht, zieht der ganze Rauch direkt ins Zimmer, wenn man die Tür offen hat. Nicht so lecker.

Mein Hack dafür: Tür zu, tief durchatmen, Klimaanlage an! Gut zu wissen: Die Klimaanlage hat einen Kontaktschalter. Sie springt logischerweise nur an, wenn die Balkontür komplett zu ist. Sobald die Tür offen steht, schaltet sie sich ab.

Mein Fazit: Die Kabine ist ein toller Rückzugsort. Eigenes Lieblingsshampoo einpacken, beim Schrank-Packen diszipliniert bleiben – und der Urlaub wird perfekt!

Unser erster Blick auf die Mein Schiff 4: Schoppen, Schlemmen und… Tattoos?!

Nachdem wir in La Romana angekommen waren, den ersten Abend an Bord genossen hatten und am nächsten Morgen entspannt in den ersten Seetag gestartet sind, war für uns klar: Jetzt wollen wir das Schiff endlich mal in Ruhe kennenlernen. Also sind wir losgezogen. Und ehrlich? Da gibt es mehr zu entdecken, als man auf den ersten Blick denkt!

Klar, man erwartet Restaurants und Bars. Aber eine Fotogalerie? Ein Atelier? Und – haltet euch fest – ein Tattoo-Studio?! Ja, richtig gelesen. Wer aus dem Urlaub statt eines Sonnenbrands lieber ein bleibendes Souvenir unter der Haut mitnehmen möchte, kann sich auf der Mein Schiff 4 tatsächlich tätowieren lassen. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht…

Kulinarischer Marathon und der „Neue Wall“

Kulinarisch wird man hier definitiv nicht hungern. Es gibt so viele Restaurants und Bistros, dass das größte Luxusproblem des Tages lautet: „Wo essen wir eigentlich jetzt?!“ Mal Buffet, mal klassisches Restaurant, mal was ganz Besonderes – allein diese Entscheidung ist eigentlich schon ein eigenes Tagesprogramm.

Und wer gerne ein bisschen bummelt, kommt am „Neuen Wall“ auf seine Kosten. Der Einkaufsbereich zieht sich über zwei Decks und bietet alles von Parfüm über Schmuck bis zu TUI-Cruises-Fanartikeln. Ihr kennt das: Man will „nur mal kurz gucken“ und kommt am Ende mit einer Tasche voller Dinge raus, von denen man vor fünf Minuten noch gar nicht wusste, dass man sie unbedingt braucht. Natürlich.

Mein Fazit zum ersten Eindruck: Die Mein Schiff 4 kann richtig viel, ohne einen direkt zu erschlagen. Man kann viel entdecken, muss aber nicht. Ein bisschen gucken, ein bisschen schmunzeln, ein bisschen treiben lassen – und zwischendurch überlegen, ob man jetzt wirklich noch einen Kaffee braucht. (Die Antwort lautet übrigens meistens: Ja!).

​Unsere Anreise in die Karibik – zwischen Vorfreude, Regen und Gänsehautmomenten

Unsere Reise startete ganz entspannt in Hamburg – von dort ging es erstmal nach Frankfurt, noch ganz klassisch in der Economy Class. Der lange Flug in die Dominikanische Republik nach La Romana folgte dann aber in der Premium Economy.​

Und ich sag’s ehrlich: Für uns war das genau die richtige Entscheidung.

Premium Economy – lohnt sich das?

Wenn man nicht gleich Business Class buchen möchte oder kann, ist die Premium Economy wirklich eine super Alternative. Man hat deutlich mehr Beinfreiheit – was bei meinem Mann mit fast zwei Metern Körpergröße definitiv ein Argument ist. Und das sollte man wirklich nicht unterschätzen: Nach so einem langen Flug tun ein paar Zentimeter mehr Platz einfach richtig gut. Beine ausstrecken zu können ist Gold wert.

​Hier sind ein paar Punkte, die uns besonders positiv aufgefallen sind:

Der Service: Es gab direkt ein Willkommensgetränk zur Begrüßung. Kleine Extras wie warme Tücher oder Kekse zum Kaffee machen am Ende doch mehr aus, als man denkt.​

Das Essen: Das Menü war insgesamt deutlich hochwertiger als in der normalen Economy. Klar, teilweise war auch mal etwas aus Plastik dabei, aber das Besteck war vernünftig und insgesamt hat es sich einfach wertiger angefühlt.​

Die Verpflegung: Wir haben zwei warme Mahlzeiten bekommen. Einmal relativ kurz nach dem Start, als wir unsere Flughöhe erreicht hatten, und dann nochmal etwa zwei Stunden vor der Landung. In unserem Fall war das wie ein Mittag- und später nochmal ein Abendessen – man wurde definitiv nicht hungrig!​

Getränke & Entertainment: Es gab eine große Auswahl an Filmen, die wir kostenlos schauen konnten – gerade auf so einem langen Flug eine echt angenehme Ablenkung. Getränke gab es ebenfalls jederzeit, man musste nur selbst aktiv werden und Bescheid sagen. Hat uns aber überhaupt nicht gestört.

Schlafen, Lautstärke und Sitzkomfort​

Ein Thema, das viele interessiert: Schlafen im Flugzeug. Ich sag’s, wie es ist: Entweder man kann es – oder eben nicht. Ich gehöre definitiv zur zweiten Kategorie. Ich kann weder im Bus, noch im Auto oder im Flugzeug wirklich schlafen. Ich brauche einfach ein richtiges Bett. Klar, ich hatte die Augen mal zu und habe ein bisschen vor mich hingedöst, aber von richtig schlafen konnte keine Rede sein.

​Zur Lautstärke kann ich aber wirklich nichts Negatives sagen. Es war angenehm ruhig, jeder war so ein bisschen für sich – Filme schauen, Musik hören oder einfach entspannen. Auf unserem Flug waren auch kaum Kinder. Wir hatten zwar einen kleinen Jungen vor uns, aber der war total entspannt. Also auch da: alles völlig stressfrei.

​Und was die Sitzbreite angeht: Natürlich ist das immer ein bisschen Typsache. Mein Mann ist kräftig gebaut, aber hatte überhaupt kein Problem mit dem Platz. Es war jetzt kein Luxus-Sessel, aber definitiv bequemer als in der normalen Economy.

Und die Business Class?​

Wir konnten beim Ein- und Aussteigen kurz reinschauen. Ganz ehrlich: Für mich sah das irgendwie ungewohnt aus. Klar, die Sitze sind groß und man kann liegen – aber man sitzt teilweise nicht direkt nebeneinander. Ich dachte nur: Ich will doch mit meinem Mann quatschen und nicht gefühlt alleine reisen. Aber das ist wirklich nur mein Eindruck vom Vorbeigehen – wahrscheinlich ist es am Ende doch ziemlich komfortabel.​

Ankunft in der Karibik – oder doch nicht ganz so wie gedacht

​Nach fast 10 Stunden Flug war es endlich soweit: Dominikanische Republik!

​Ich hatte dieses typische Bild im Kopf: Flugzeugtür geht auf – und BAM, eine Wand aus Hitze. Gerade weil wir im Januar geflogen sind, bei Frost und Kälte in Deutschland. Tja… stattdessen: Regen. Und zwar genau in dem Moment, als wir ankamen. Erst dachte ich nur: Ernsthaft jetzt?! Aber eigentlich war es auch schon wieder witzig – die Einheimischen haben sich total gefreut, weil es wohl lange nicht geregnet hatte. Immerhin: Karibischer Regen ist kurz. Zehn Minuten später war wieder die Sonne da.​

Der entspannteste Transfer ever​

Was ich richtig gut fand: Der Weg vom Flugzeug zum Schiff war super entspannt. Wirklich – vielleicht 100 Meter zu Fuß, dann direkt in den Bus und ab zum Terminal. Kein Kofferstress, kein Suchen, kein Chaos. Einfach aussteigen, einsteigen, ankommen.​

Und dann ging der Urlaub richtig los

​Am Terminal wurden wir eingecheckt – Reisepass oder Personalausweis zeigen, alles ganz entspannt. Und das Beste: Die Mitarbeiterin dort war einfach nur gut drauf. Sie hat getanzt, gesungen, gelacht – das war so ansteckend! Trotz Regen: Ab da hat sich alles nach Urlaub angefühlt.​

Nach dem Check-in ging es weiter – und ja, man muss tatsächlich durch den Duty-Free-Shop gehen, um überhaupt Richtung Schiff zu kommen. Einen anderen Weg gibt es da nicht. Dort wurden wir auch kurz aufgehalten und mussten nochmal unsere Dokumente vorzeigen. In dem Moment waren wir erstmal etwas überfordert, weil wir nicht direkt verstanden haben, was er von uns wollte. Im Nachhinein war es natürlich total logisch – aber in dem Moment steht man da mit Pass, Unterlagen und denkt nur: Okay… was genau jetzt?

Endlich an Bord​

Dann ging es endlich Richtung Schiff. Allein dieser Weg dahin war schon ein kleines Highlight – dieses riesige Schiff immer näher vor sich zu sehen. Am Eingang selbst brauchten wir noch keine Bordkarte. Wir sind dort ganz normal mit Reisepass bzw. Personalausweis weitergekommen.​

Die Sicherheitskontrolle kam tatsächlich erst im Schiff selbst. Dort musste man – ähnlich wie am Flughafen – einmal kurz durch den Scanner gehen und das Handgepäck wurde überprüft. War aber alles völlig unkompliziert. Die Fahrstühle waren natürlich gut ausgelastet, also hieß es: kurz warten und entspannt bleiben.​

Und dann kam der nächste „Wow, das ging ja schnell“-Moment: Vor unserer Kabine standen tatsächlich schon unsere Koffer! Unsere Bordkarten haben wir übrigens erst dort bekommen – sie lagen zusammen mit weiteren Infos in einem Umschlag direkt an der Kabinentür. Das sind dann diese typischen Allround-Karten, mit denen man die Tür öffnet und alles an Bord bezahlt.​

Ankommen, durchatmen… und erstmal ein Glas Champagner​

Als wir die Kabine betreten haben, war das einfach nur ein Gefühl von: Endlich da. Ich hatte vorab das Romantikpaket gebucht – es standen Schoko-Früchte bereit und eine Flasche Champagner. Und ganz ehrlich: Egal wie müde wir waren – ein Glas musste erstmal sein!​Und dann sind wir auf den Balkon gegangen, haben tief durchgeatmet… und genau in dem Moment war klar: Jetzt beginnt der Urlaub wirklich.

Von der Entscheidung zur Buchung – und unsere perfekte Kabine

Nachdem für uns klar war, dass es Mein Schiff wird, ging es an die eigentliche Buchung. Und da haben wir uns ganz bewusst für ein Reisebüro entschieden.

Gerade bei der ersten Kreuzfahrt hatten wir einfach zu viele Fragezeichen im Kopf – zum Beispiel:

  • Werden wir seekrank?
  • Welche Lage auf dem Schiff ist sinnvoll?
  • Worauf muss man überhaupt achten?

Im Nachhinein kann ich sagen: Das war genau die richtige Entscheidung. Wir wurden super beraten und haben schnell gemerkt, wie viele Details man vorher gar nicht auf dem Schirm hat.

Warum es ohne Balkon für uns nicht geht

Relativ schnell war für uns klar: Es muss eine Balkonkabine sein. Für uns gibt es einfach nichts Schöneres, als morgens aufzuwachen, die Balkontür zu öffnen, sich den ersten Kaffee zu machen – und dann mit Blick aufs Meer in den Tag zu starten.

Kleiner Pluspunkt bei Mein Schiff: Pro Person gibt es täglich eine Kapsel für die Kaffeemaschine kostenlos. Klingt unspektakulär, aber ganz ehrlich – dieser erste Kaffee auf dem eigenen Balkon, mit Meeresrauschen im Hintergrund? Besser kann ein Tag kaum anfangen.

Ob mitten auf dem offenen Meer oder schon mit Blick auf die nächste Insel – genau diese Momente waren es, die wir uns gewünscht haben.

Deck 9, mittendrin – und das beste Detail überhaupt

Bei der Kabinenlage haben wir uns schließlich für Deck 9 entschieden, ziemlich mittig im Schiff. Das wurde uns auch empfohlen, gerade wenn man sich beim Thema Seekrankheit unsicher ist.

Und ein kleines Detail, das wir im Nachhinein besonders geliebt haben: Unser Bett stand direkt an der Balkontür. Wir hatten die Tür nachts oft einen Spalt offen und sind tatsächlich mit dem Geräusch des Meeres eingeschlafen – und auch wieder aufgewacht.

​Warum wir uns für Mein Schiff entschieden haben – und nicht für AIDA

Bevor wir überhaupt gebucht haben, haben wir uns ehrlich gesagt ziemlich reingesteigert. Stundenlang gelesen, Videos geschaut, Erfahrungsberichte gewälzt, einmal quer durch Mein Schiff und AIDA.

Der Getränkepaket-Dschungel (und wir mittendrin)

Am Ende hat uns Mein Schiff einfach mehr abgeholt. Ein ganz großer Punkt war für uns das All-Inclusive-Prinzip. Bei AIDA hatten wir irgendwie ständig das Gefühl: Hier noch ein Getränkepaket dazu, da noch etwas extra buchen… und ganz ehrlich – irgendwann haben wir selbst nicht mehr durchgeblickt.

Zu alt für AIDA? Eher nicht… aber

Dazu kam, dass wir immer wieder gehört haben, dass AIDA eher etwas für die jüngere Generation sein soll. Nicht, dass ich jetzt kurz vor der Rente stehe – ich bin noch nicht mal 45 aber es war unsere erste Kreuzfahrt und definitiv keine günstige. Und genau deshalb wollten wir einfach auf Nummer sicher gehen.

Wir hatten nämlich eine ganz klare Vorstellung: kein Remmidemmi, keine Daueranimation und bitte niemand, der uns morgens zum Frühsport überreden will. Unser Plan war deutlich entspannter: Karibik genießen, Cocktails trinken, die Seele baumeln lassen.

Und genau dieses Gefühl hatten wir bei Mein Schiff von Anfang an.

Am Ende eine Bauchentscheidung

Wichtig ist mir aber auch zu sagen: Ich kann absolut nichts Negatives über AIDA sagen. Ich bin noch nie damit gefahren und werde mich da auch ganz sicher nicht aus dem Fenster lehnen. Vielleicht ist es ja auch genau unser Ding – wer weiß.

Aber für diese Reise haben wir einfach auf unser Bauchgefühl gehört. Und das hat ganz klar gesagt: Mein Schiff passt besser zu uns.

So sind wir zur Kreuzfahrt gekommen

Mein Mann und ich haben schon ewig von der Karibik geträumt. Sonne, türkisblaues Wasser, Palmen – ihr kennt dieses klassische Postkarten-Idyll. Aber dann standen wir direkt vor dem Luxusproblem: Welche Insel bitte zuerst? Es gibt einfach viel zu viele schöne Ecken, und wir konnten uns absolut nicht entscheiden.


Dann kam der Zufall (oder vielleicht doch Schicksal?) ins Spiel: Ein Arbeitskollege meines Mannes kam frisch von einer Kreuzfahrt zurück und geriet regelrecht ins Schwärmen. Und plötzlich machte es bei uns Klick: Moment mal… warum sich mühsam auf eine Insel festlegen, wenn man jeden Morgen in einem neuen Paradies aufwachen kann?


Gesagt, getan – zumindest erst einmal im Kopf.


Denn natürlich klopften sofort die typischen Kreuzfahrt-Klischees an: Ist das überhaupt was für uns? Sind da wirklich nur Rentner unterwegs, die morgens um 6 die Liegen reservieren? Und ganz wichtig: Können wir uns das überhaupt leisten oder müssen wir vorher im Lotto gewinnen?


Je mehr wir aber recherchiert und Reiseberichte verschlungen haben, desto mehr hat uns das Inselfieber gepackt. Irgendwann war klar: Tschüss Bedenken – wir machen das jetzt einfach! Am Ende fiel die Wahl auf eine traumhafte Route durch die Karibik… und genau da begann unser kleines Abenteuer.