Der Duft von frischem Kaffee lag in der Luft, die Vorfreude auf die Karibik war riesig – und keine zehn Minuten später schoss unser Puls auf 180. So hatten wir uns den Start in unsere „Best of Mittelamerika“-Kreuzfahrt definitiv nicht vorgestellt. Bevor wir überhaupt in der Luft waren, wartete schon der erste Schreckmoment auf uns.
Der Schreckmoment am Hamburger Flughafen
Früh morgens ging es für uns zum Flughafen Hamburg. Das Einchecken verlief problemlos, die Sicherheitskontrolle ebenfalls. Also suchten wir uns ganz entspannt einen Platz und gönnten uns erst einmal einen Kaffee.
Bis ich noch einmal in meine Handtasche griff.
Die Bordkarten waren verschwunden.
Ihr kennt sicher dieses Gefühl, wenn einem innerhalb weniger Sekunden sämtliche Gedanken durch den Kopf schießen. Wie kann das denn jetzt passieren? Wo sind sie nur?
Nach einer kurzen Schocksekunde kam die rettende Idee: Wahrscheinlich hatten wir die Bordkarten in einer der grauen Wannen an der Sicherheitskontrolle liegen lassen.
Mein Mann machte sich sofort auf den Rückweg, während ich innerlich schon den schlimmsten Urlaubsbeginn überhaupt ausmalte.
Zum Glück völlig unbegründet.
Das aufmerksame Personal hatte unsere Bordkarten bereits gefunden und sicher beiseitegelegt. An dieser Stelle wirklich ein großes Dankeschön an das Team der Sicherheitskontrolle am Hamburger Flughafen. Ihr habt uns einen riesigen Stein vom Herzen fallen lassen.
Der Kaffee schmeckte danach gleich doppelt so gut – und unser Puls konnte sich endlich wieder beruhigen.

Entspannt umsteigen in Frankfurt
Von Hamburg ging es zunächst nach Frankfurt, wo unser Langstreckenflug nach La Romana starten sollte.
Da wir genügend Umsteigezeit eingeplant hatten, konnten wir ganz entspannt zum nächsten Gate laufen. Und genau das würden wir jedem empfehlen.
Der Frankfurter Flughafen gehört schließlich zu den größten Europas. Wer hier umsteigt, sollte lieber etwas mehr Zeit einplanen, anstatt später mit Handgepäck durch die Terminals zu sprinten. Urlaub beginnt schließlich nicht mit Stress.
Premium Economy mit Condor
Für meinen Mann ist die Wahl der Sitzklasse schnell erklärt.
Mit 1,98 Metern Körpergröße wird jeder Langstreckenflug in der normalen Economy irgendwann unbequem. Deshalb buchen wir für unsere Karibikreisen inzwischen fast immer die Premium Economy.
Diesmal ging es mit Condor, der Airline mit den unverwechselbaren Streifen, liebevoll auch „Ringelsocke“ genannt.
Schon beim Einsteigen machte die Kabine einen angenehmen Eindruck. Die Sitze sind breiter als in der Economy Class, bieten mehr Komfort und sorgen dafür, dass ein Flug von rund zehn Stunden deutlich entspannter verläuft.
Auch die Crew war während des gesamten Fluges freundlich, aufmerksam und sorgte dafür, dass wir uns gut aufgehoben fühlten. Insgesamt war es ein angenehmer Start in unseren Urlaub.

Unser Vergleich: Condor oder Discover Airlines?
Da dies nicht unsere erste Karibikreise war, konnten wir diesmal direkt vergleichen.
Bereits im Januar 2024 waren wir mit Discover Airlines in der Premium Economy unterwegs – ebenfalls auf dem Weg in die Karibik.
Beide Airlines haben uns sicher und komfortabel ans Ziel gebracht. Wirklich meckern können wir über keine von beiden.
Trotzdem würden wir, wenn wir die Wahl hätten, wieder Discover Airlines buchen.
Der wichtigste Grund ist ganz einfach die Beinfreiheit. Gerade für meinen Mann mit seinen 1,98 Metern machte sich der zusätzliche Platz deutlich bemerkbar. Auf einem Langstreckenflug sind ein paar Zentimeter mehr oft entscheidender, als man zunächst denkt.
Dazu kam ein kleines Detail, das den Urlaubsmodus schon beim Einsteigen aktiviert: Bei Discover wurden wir mit einem Willkommensgetränk begrüßt. Das ist natürlich kein Muss, aber genau solche Kleinigkeiten machen für uns den Unterschied.
Auch das Kabinenpersonal von Discover ist uns in sehr guter Erinnerung geblieben. Freundlich, aufmerksam und herzlich – genau so, wie man sich einen entspannten Langstreckenflug wünscht.
Condor hat ebenfalls einen wirklich guten Job gemacht. Die Crew war freundlich, der Service stimmte und wir würden jederzeit wieder mit der Airline fliegen.
Aber wenn wir uns zwischen beiden entscheiden müssten?
Dann hätte Discover Airlines für uns die Nase knapp vorn.
Nicht, weil Condor schlechter wäre – sondern weil die etwas größere Beinfreiheit und die kleinen Extras für uns persönlich den Ausschlag geben.
Endlich Karibik!
Nach rund zehn Stunden Flug war es endlich so weit.
Beim Landeanflug zeigte sich unter uns das erste türkisblaue Wasser der Dominikanischen Republik. In diesem Moment waren die verschwundenen Bordkarten, der frühe Wecker und die lange Anreise längst vergessen.
Jetzt konnte unser Karibik-Abenteuer endlich beginnen.
Nach der Ankunft in La Romana ging es an Bord der Mein Schiff 1 – unserem Zuhause für die kommenden zwei Wochen. Nach einem entspannten Seetag hieß unser nächstes Ziel: Jamaika! 🚢🌴
