🌴 Cartagena: Bunte Altstadt, viel Aufdringlichkeit & ein würdiger Abschluss

Cartagena, Kolumbien, war unser letzter Stopp auf dieser Reise – und sagen wir mal so: ein würdiger Abschluss, mit viel Action. Mein persönliches Fazit vorab: Leben hier? Eher nein, danke. Aber der Reihe nach.

🦩 Ankunft: Das Hafenterminal wie ein kleiner Mini-Zoo

Schon das Hafenterminal selbst war richtig schön – fast wie ein kleiner Mini-Zoo! Ein begrünter Weg mit der Aufschrift „Welcome to Port Oasis“ führte uns direkt zu Flamingos, bunten Aras und sogar einem Pfau, der einfach über den Gehweg spazierte. Ein wirklich schöner, entspannter Einstieg in den Tag.

🚕 Kaum aus dem Hafen raus: Verkehrs-Chaos und aufdringliche Taxifahrer

Und dann verließen wir den Hafen – und der Kontrast hätte kaum größer sein können. Verkehr nach dem Motto: aus drei Spuren werden spontan fünf, why not! Kaum aus dem Hafen raus, wollte ich ein Taxi organisieren, und zack: aus einem Taxifahrer wurden plötzlich sechs bis acht. Alle redeten gleichzeitig, fuchtelten rum und wollten natürlich uns fahren – pures Chaos. Ende vom Lied: Der Polizist musste helfen, während mein lieber Göttergatte das Ganze entspannt aus der Ferne beobachtet hat… „die macht das schon.“

Die Polizei war insgesamt sehr präsent – im Hafenterminal hat mir das auch gut geholfen. Auch in der Stadt selbst waren sie ständig sichtbar. Aber ehrlich gesagt hat mir das nicht unbedingt das Gefühl gegeben, mich wohlzufühlen. Im Gegenteil: Man hat eigentlich die ganze Zeit gehofft, dass hier jetzt nichts passiert. Dass die Polizei da war, um uns zu schützen, keine Frage – aber allein die Tatsache, dass so viel Polizeipräsenz nötig war, sagt schon einiges über die Stadt aus.

🎨 Die Altstadt: Wunderschöne Gebäude, aufdringliche Verkäufer

In der Altstadt angekommen, ging es direkt zur berühmten Torre del Reloj, dem historischen Uhrturm, der den Eingang zur Altstadt markiert. Und was soll ich sagen: Die Gebäude an sich, also nur die Architektur, waren wirklich wunderschön. Bunte Kolonialbauten in Gelb, Orange, Blau und Pink, verzierte Balkone, blühende Pflanzen an den Fassaden – ein echtes Postkartenmotiv an jeder Ecke.

Aber: Die Menschen dort waren sehr aufdringlich. Sobald man sich irgendwo hinsetzt, und sei es nur kurz in einem Park, kommt sofort jemand und will einem Schmuck oder irgendetwas anderes verkaufen. Ich habe auch das ein oder andere Mal etwas gekauft – man möchte die Einheimischen ja auch ein bisschen unterstützen. Aber selbst als wir ganz normal im Restaurant saßen, mein Mann bei seinem heißgeliebten Local Beer und ich bei einer mega leckeren Sangria mit frischen Früchten, kamen immer wieder T-Shirt- und Hutverkäufer an den Tisch. Diese Dauer-Ansprache auf Level 100, egal ob auf der Straße oder im Restaurant, irgendwer wollte immer etwas verkaufen – das war schon ein bisschen unschön.

Wichtig ist mir aber zu sagen: Böse war da niemand, die Menschen vor Ort haben nie etwas Unfreundliches gesagt. Es war einfach diese ständige Aufdringlichkeit, die auf Dauer an den Nerven zehrte.

🌅 Zum Abschied: Ein letzter Blick auf die Skyline

Bevor es zurück aufs Schiff ging, gab es noch einen wunderschönen Blick auf die moderne Skyline von Cartagena im Abendlicht – ein schöner, ruhiger Kontrast zu einem ziemlich actionreichen Tag.

⭐ Fazit

Cartagena ist eine faszinierende Stadt, keine Frage – aber auch ganz schön anstrengend. Die Architektur der Altstadt war wirklich wunderschön, keine Frage. Aber zwischen Verkehrschaos, Dauer-Verkaufsgesprächen und dem mulmigen Gefühl trotz (oder gerade wegen) der massiven Polizeipräsenz war das für mich persönlich nicht unbedingt mein Traumreiseziel. Drei Stunden haben mir persönlich völlig gereicht – und ich war ehrlich gesagt froh, wieder auf dem Schiff zu sein.

Mein Insider-Tipp für euch: Genießt die Architektur und die Farben der Altstadt, aber stellt euch auf ständige Verkaufsgespräche ein – ein freundliches, bestimmtes „No, gracias“ gehört hier einfach zum Stadtbummel dazu 😉

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